Trainingsraum-Methode

Um Unterrichtsstörungen in den Klassen zu minimieren, arbeitet die Albrecht-Brinkmann Grundschule seit einigen Jahren mit dem Trainingsraummodell.

In den Klassen hängen die wichtigsten Klassenregeln ( z.B. „Leise sein“, „Melden, wenn ich etwas sagen möchte“, „Zuhören“, „Nicht durch die Klasse laufen“ und  „Respekt zeigen“).

Verstößt ein Schüler im Unterricht gegen diese Regeln, wird er vom Lehrer aufgefordert, seine Störung und die entsprechende Regel, gegen die er verstoßen hat, zu benennen. Der Schüler nimmt weiter am Unterricht teil.

Sollte der Schüler an diesem Tag jedoch ein weiteres Mal durch Unterrichtsstörungen auffallen, muss er den Unterricht verlassen und den „Trainingsraum“ aufsuchen.

Dies wird auch visuell an einer „Regelampel“ dokumentiert. Bei der ersten Störung wird der betreffende Schüler mit seiner Namensklammer auf „gelb“ gesetzt, was ihm signalisiert: „Achtung, halte dich nun besser an die Regeln, bei der nächsten Störung entscheidest du dich für den Trainingsraum!“

Beim nächsten Verstoß gegen die Klassenregeln wird der betreffende Schüler auf „rot“ gesetzt, was bedeutet, dass er nun den Unterricht verlassen und den Trainingsraum aufsuchen muss. Dafür füllt der unterrichtende Lehrer einen so genannten „Laufzettel“ aus, auf dem die Art der Regelverstöße und die Zeit eingetragen werden, wann der Schüler in den „Trainingsraum“ entlassen wurde.

Im Trainingsraum hat der betreffende Schüler nun die Möglichkeit mit einem Lehrer/Sozialpädagogen über sein Verhalten im Unterricht zu reden und gemeinsam einen Plan zu entwickeln, wie er es zukünftig besser schaffen könnte, sich an die Regeln zu halten. Dazu wird ein so genannter „Rückkehrplan“ ausgefüllt, der im Wesentlichen drei Kernaussagen umfasst:

 

  • „Das habe ich gemacht“

  • „Gegen diese Regeln habe ich verstoßen“

  • „Das nehme ich mir vor“

 

Nach dem der Rückkehrplan erstellt wurde, wird dieser dem Schüler ausgehändigt und er kann wieder am Unterricht teilnehmen. Den Rückkehrplan hat der Schüler beim unterrichtenden Lehrer abzugeben.

Der dritte Trainingsraumbesuch innerhalb eines bestimmten Zeitraums (z.B. die Unterrichtswochen zwischen den Oster- und den Sommerferien) hat zur Folge, dass der Schüler an diesem Tag nicht weiter am Unterricht teilnehmen darf. Die Erziehungsberechtigten werden über seinen dritten Trainingsraumbesuch informiert mit der Bitte, ihn von der Schule abzuholen. Es wird ihnen ein Termin genannt (in der Regel der nächste Schultag), an dem sie gemeinsam mit ihrem Kind, mit dem jeweiligen Klassenlehrer ein Gespräch über sein Verhalten führen. Erst wenn dieses Gespräch stattgefunden hat, darf der Schüler wieder am Unterricht der Klasse teilnehmen.

 

(Literaturhinweis: Bründel/Simon, „Die Trainingsraum-Methode“, Beltz Verlag)

 

 

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